{"id":2577,"date":"2017-04-20T22:33:22","date_gmt":"2017-04-20T20:33:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amokfisch.de\/blog\/?p=2577"},"modified":"2017-04-20T22:33:22","modified_gmt":"2017-04-20T20:33:22","slug":"30-internationale-theaterhaus-jazztage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amokfisch.de\/blog\/?p=2577","title":{"rendered":"30. Internationale Theaterhaus Jazztage"},"content":{"rendered":"<p>Wie jedes Jahr hies es auch diesmal zum 30. Mal an Ostern: das Theaterhaus stand ganz im Zeichen des Jazz. Gro\u00dfartige Musikerinnen gaben sich \u00fcber 7 Tage die Klinke in die Hand, teilweise in drei Hallen gleichzeitig. Der Buchdeckel des Festivals waren diesmal das S\u00e4ngerqartett Manhattan Transfer aus den Staaten (20 Grammies) und zum Abschlu\u00df der Trompeter Till Br\u00f6nner mit seiner Gruppe. Zwischendrin gab es f\u00fcr jeden Geschmack etwas. Filme, Gedichte, Tanz, Rezitation und nat\u00fcrlich jede Menge Jazz mit verschiedenen Einsprengseln.<\/p>\n<p>Deutschlands Oberbassist Dieter Ilg aus Freiburg mit einem wunderbar eingespielten und hochkar\u00e4tig besetzten Quintett er\u00f6ffnete vor 400 G\u00e4sten in T2 den zweiten Tag. Danach dann ein Quartett um den \u00dcberflieger Andreas Schaerer aus der Schweiz, der jeden Mundperkussionisten alt aussehen l\u00e4\u00dft. Lucas Niggli, einer der vielf\u00e4ltigsten Schlagzeuger auch aus der Schweiz begleitete mit dem Rekkordknopfakkordeonisten Luciano Biondini aus Italien. Erg\u00e4nzt um den finnischen Gitarristen Kalle Kalima.<\/p>\n<p>Am Tag danach spielte ein achtk\u00f6pfige Truppe aus den Alpen (Schweiz, \u00d6sterreich und Bayern) ein umjubeltes Konzert in T1. Diese Truppe trat zum wohl letzten Mal gemeinsam auf. Sie eroberten die Herzen der Stuttgarterinnen im Sturm. Parallel zum Alpenjazz spielten Michael Wollny, der Jazzprofessor und Wolfgang Haffner, Deutschlands Topschlagzeuger in der T2, gefolgt vom m\u00e4andernden Nik B\u00e4rtsch aus Z\u00fcrich mit seiner Formation Ronin.<\/p>\n<p>Am Ostersamstag wurde der Geburtstag des Ulmer Trompeter und Sprechgesangmensch Joo Kraus gefeiert mit dem James Brown-Saxophonisten Pee Wee Ellis und Streicherinnen. Ein britischen Abend lieferten parallel dazu in T3 Soweto Kinch und Neil Cowley ab, beide mit einem Trio. Die Musiker beherrschten ihre Instrumente.<\/p>\n<p>Ostersonntag dann der H\u00f6hepunkt: der Leipziger Jazzprofessor Richie Beirach aus New York am Klavier mit Gregor H\u00fcbner an der Geige (beide haben eine Grammy-Nominierung zusammen), Veit H\u00fcbner Bass, Randy Brecker Trompete und Michael Kersting Schlagzeug. Richie spielt vertrackte Melodien und schnelle L\u00e4ufe, da kommt nicht jeder mit. Das Quintett gibt sich jedes Jahr im Birdland in New York eine Woche lang die Ehre, dann allerdings mit George Mraz Bass und Billy Hart Schlagzeug. Davon gibt es jetzt eine wundersch\u00f6ne Kostprobe auf einer neuen ACT-Ver\u00f6ffentlichung (Deutschlands gr\u00f6\u00dfter Jazzverlag nach ECM). Auch der Auftritt des Tomasz Stanko-Quartet war oberste Sahne. Tomasz ist der gr\u00f6\u00dfte lebende Musiker Polens.<\/p>\n<p>Ostermontag dann zwei Holl\u00e4nder mit ihren Gruppen. Zuerst der Oberlyriker am Fl\u00fcgelhorn Ack van Rooyen (85 Jahre) und der Tastenderwisch Jasper van t&#8217;Hof mit Ankl\u00e4ngen an seine Afrikatruppe Pili Pili mit der Gr\u00fcnders\u00e4ngerin Angelique Kidjo (Benin), zwei Grammies und wichtigste S\u00e4ngerin Afrikas. Sehr beeindruckend, obwohl sie erst nach vier St\u00fccken auf die B\u00fchne durfte und als zweite Zugabe mit einer Eigenkomposition die Jazzerinnen im Publikum allesamt zum Tanzen brachte.<\/p>\n<p>Der Theaterhaus-Intendant Werner Schretzmeier hat wieder einmal ein bezauberndes Programm zusammengestellt, und das innerhalb kurzer Zeit und alle sind sie gekommen. Insgesamt 7500 Besucherinnen, die \u00fcblichen Privatsponsoren Mercedes-Benz Bank und Imak (Heinz Frank, enger Freund des Hauses und Vorsitzender des Theaterhaus-F\u00f6rdervereins) waren wieder mit von der Partie. 2018 geht es weiter, zwei Festivals mu\u00dften seither wegen fehlenden Geldes abgesagt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie jedes Jahr hies es auch diesmal zum 30. Mal an Ostern: das Theaterhaus stand ganz im Zeichen des Jazz. Gro\u00dfartige Musikerinnen gaben sich \u00fcber 7 Tage die Klinke in die Hand, teilweise in drei Hallen gleichzeitig. 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