{"id":2683,"date":"2018-02-06T21:00:16","date_gmt":"2018-02-06T19:00:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amokfisch.de\/blog\/?p=2683"},"modified":"2018-02-06T21:03:49","modified_gmt":"2018-02-06T19:03:49","slug":"neujahrsempfang-1-februar-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amokfisch.de\/blog\/?p=2683","title":{"rendered":"Neujahrsempfang 1. Februar 2018"},"content":{"rendered":"<div><span style=\"color: #ffffff;\">Der Stuttgarter Gemeinderat Tom Adler (die LINKE) kam zum Neujahrsempfang des Ortsverbands der LINKEN Fellbach\/Kernen mit der Stadtbahn U1 von Heslach aus angereist. Er hielt den Gastvortrag zum Thema Wohnungsnot in Stuttgart. Adler hat als Kind in einer Wohnung der Fellbacher Wohnungsbaugenossenschaft gelebt. Er war am Friedrich-Schiller-Gymnasium. Im Berufsleben war er Mitglied der oppositionellen Plakatgruppe beim Daimler, wo er mit Willi Hoss und Gerd Rathgeb mit gro\u00dfem Erfolg von den Mitarbeiterinnen in den Betriebsrat des Stuttgarter Konzerns gew\u00e4hlt wurde. Adler selbst engagiert sich sehr gegen das Projekt Stuttgart 21.<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #ffffff;\">\u00a0<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #ffffff;\">Adlers Anfangsthese: Wohnen zu leistbaren Mieten ist realisierbar selbst in der heutigen Wirtschaftsordnung, setzt aber entschlossene Eingriffe und Steuerung durch die Politik voraus.\u00a0 Als Beispiel f\u00fchrte er die St\u00e4dte Wien und Amsterdam an, wo durch mieterfreundliche Politik leistbares Wohnen auch f\u00fcr Menschen mit kleinen Einkommen gesichert wird &#8211; ein Zustand von dem Mieterinnen in der Region nur tr\u00e4umen k\u00f6nnen. In Deutschland wurde dagegen Jahrzehnte lang politisch darauf gesetzt, dass die Marktkr\u00e4fte es schon richten w\u00fcrden. Ein Trugschlu\u00df, denn Immobilienunternehmen richten ihre Politik in der Regel nicht an sozialen Bed\u00fcrfnissen und Gemeinwohl aus, sondern an den Interessen ihrer Kapitalgeber. Die meisten Immobilienunternehmen sind also nicht Teil der L\u00f6sung, sondern Teil des Problems. Die LINKE betrachtet leistbares Wohnen aber nicht als Ware, sondern als Menschenrecht, niedergelegt\u00a0 in der Charta der Europ\u00e4ischen Union und der Vereinten Nationen. Damit kommt die \u00f6ffentliche Hand in die Pflicht, dieses Menschenrecht zu gew\u00e4hrleisten.<br \/>\n<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #ffffff;\">\u00a0<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #ffffff;\">In Stuttgart ist der Wohnungsmarkt das soziale Problem Nummer eins.\u00a0 Es gibt\u00a0 60.000 \u00fcberschuldete Haushalte in Stuttgart, 5000 Rentnerinnen leben in Grundsicherung (die Rente reicht nicht aus) und 3.800 Wohnungslose. Die Stadt gibt 5 Millionen f\u00fcr Sozialpensionen aus, ein Drittel der Stuttgarterinnen sind Sozialf\u00e4lle. Der Bestand an Sozialwohnungen liegt derzeit bei 18 %. Die Entwicklung geht zur Stadt der Besserverdienenden, es findet ein Bev\u00f6lkerungsaustausch statt: Mieterinnen mit kleinen Einkommen werden verdr\u00e4ngt durch solvente.<br \/>\nF\u00fcr das Wohnen muss ein Durchschnittsverdiener rund die H\u00e4lfte seines Monatseinkommens bezahlen, zum Teil sogar mehr.<br \/>\n<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #ffffff;\">\u00a0<\/span><\/div>\n<div><span style=\"color: #ffffff;\">Gegen die Forderung der Linken, in Neubauarealen ausschlie\u00dflich mietpreisgebundene Wohnungen zu bauen, wird unzutreffend eingewandt, das f\u00f6rdere &#8217;soziale Brennpunkte&#8216;. Tats\u00e4chlich h\u00e4tten aber rund 100.000 Stuttgarter Haushalte Anrecht auf eine mietpreisgebundene Wohnung &#8211; das hei\u00dft: die Mitte der Gesellschaft!\u00a0 Gefragt ist eine Bodenvorratspolitik, keine Verscherbelung der st\u00e4dtischen Grundst\u00fccke, des Tafelsilbers jeder Stadt. In Stuttgart gibt es die fragw\u00fcrdige Zahl von 11.000 leerstehenden Wohnungen. Eigentum verpflichtet, steht im Grundgesetz, ohne Druck wird das nicht durchgesetzt. Derzeit k\u00fcmmern sich bei der Stadt 2 Personen um leerstehende Wohnungen, diese geh\u00f6ren um mindestens 2 verdoppelt, um wirksam gegen Leerstand und Zweckentfremdung von Wohnraum vorzugehen.<br \/>\n<\/span><\/div>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Stuttgarter Gemeinderat Tom Adler (die LINKE) kam zum Neujahrsempfang des Ortsverbands der LINKEN Fellbach\/Kernen mit der Stadtbahn U1 von Heslach aus angereist. 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