{"id":631,"date":"2010-02-09T15:47:19","date_gmt":"2010-02-09T13:47:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amokfisch.de\/blog\/?p=631"},"modified":"2010-02-11T17:08:32","modified_gmt":"2010-02-11T15:08:32","slug":"wohin-mit-stuttgart-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amokfisch.de\/blog\/?p=631","title":{"rendered":"Wohin mit Stuttgart 21?"},"content":{"rendered":"<p>Das Bahnprojekt Stuttgart 21 spaltet die Stadtbev\u00f6lkerung in zwei Lager: die Gegner und die Bef\u00fcrworter. Zu den Gegnern geh\u00f6ren unter F\u00fchrung des Malers und S\u00d6S-Gemeinderats Gangolf Stocker folgende Parteien: B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen, die Linkspartei und das B\u00fcndnis Stuttgart-\u00d6kologisch-Sozial (S\u00d6S). Daf\u00fcr sind CDU, SPD, Freie W\u00e4hler und FDP. Die Gegnerschaft beider Lager hat manchmal die Anmutung zweier Sekten: einerseits scheint es selbstverst\u00e4ndlich zu sein, kein einziges Argument f\u00fcr das Projekt zu teilen, andererseites versteht man nicht, wie man dieses Geschenk der Politik ablehnen kann. Dazwischen gibt es nichts. Da sind zum Einen die halbst\u00fcndlichen Montagskundgebungen am Bahnhof, zum Anderen die Informationen im Bahnhofsturm mit Ausstellungen und Projektb\u00fcro.<\/p>\n<p>Enstanden ist Stuttgart 21 im Jahre 1994 in den K\u00f6pfen vierer CDU-Politiker und des damaligen Bahnvorstandsvorsitzenden Heinz D\u00fcrr. Die vier waren Ministerpr\u00e4sident Erwin Teufel, Oberb\u00fcrgermeister Manfred Rommel, Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann und Landesverkehrsminister Hermann Schauffler. Nach langem Gepl\u00e4nkel wurde nun am 2. Februar 2010 der symbolische Baustart unter Protest vollzogen. Es drohen langj\u00e4hrige Bauarbeiten im Schlo\u00dfgarten und im Endeffekt mehrere Milliarden Euro Kosten, die vom Steuerzahler aufgebracht werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Gehakt hat das Ganze am schlechten Dialog zwischen beiden Fraktionen, der oft aneinander vorbeiging. So haben sich nun die Gegner ein 1995 von der Bahn verworfene Alternative namens Kopfbahnhof 21 als ihre Forderung auf die Fahnen geschrieben. Bleibt es bei der Planung der Bef\u00fcrworter, wird der Bahnhof tiefergelegt, acht Gleise durchgehend unter der Erde stehen dann im rechten Winkel zu den alten 16 Gleisen das Kopfbahnhofs. Dann wird die Strecke nach Ulm gebaut, wo die Fahrtzeiten verk\u00fcrzt werden. Und neue Messe und Flughafen bekommen eine Anbindung an den Intercity. Alle Gleise an der Erdoberfl\u00e4che werden abgebaut, es entsteht viel Freifl\u00e4che, die mit Parks, Wohnungen und Gesch\u00e4ften bedacht werden soll. Da das ganze ein gigantisches Vorgehen ist, ist es nur zu verst\u00e4ndlich, da\u00df viele B\u00fcrgerinnen dieses Geld lieber f\u00fcr soziale, \u00f6kologische oder kulturelle Projekte ausgegeben s\u00e4hen. Andererseits wird dadurch die Verbindung von Paris bis Budapest besser, die sogenannte Magistrale. Also viel hei\u00dfe Luft von beiden Seiten, bei den Landtagswahlen im M\u00e4rz 2011 kann ganz Baden-W\u00fcrttemberg dar\u00fcber abstimmen, ob es f\u00fcr oder gegen dieses Riesenvorhaben ist. Verschiebungen im Stuttgarter Gemeinderat bei der Kommunalwahl im Juni 2009 hat es ja\u00a0bereits gegeben. Und im Jahre 2012 wird der T\u00fcbinger Oberb\u00fcrgermeister Boris Palmer dann wohl nochmals in Stuttgart gegen SPD und CDU antreten. Es bleibt spannend und es empfiehlt sich, die ganze Debatte n\u00fcchtern zu betrachten, denn profitieren werden die einen oder die anderen von der Stimmung in der Bev\u00f6lkerung und ob das Endergebnis der Stimmen dann zugunsten einer der beiden Seiten ausf\u00e4llt, mu\u00df nicht immer gut f\u00fcr das L\u00e4ndle sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bahnprojekt Stuttgart 21 spaltet die Stadtbev\u00f6lkerung in zwei Lager: die Gegner und die Bef\u00fcrworter. Zu den Gegnern geh\u00f6ren unter F\u00fchrung des Malers und S\u00d6S-Gemeinderats Gangolf Stocker folgende Parteien: B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen, die Linkspartei und das B\u00fcndnis Stuttgart-\u00d6kologisch-Sozial (S\u00d6S). Daf\u00fcr sind CDU, SPD, Freie W\u00e4hler und FDP. 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