Christian Hinrichsen

ist ein Phänomen. Er ist der einzige Gemeinderat im ganzen Rems-Murr-Kreis (in Fellbach) und sitzt mit dem Großheppacher Stephan Kober im Kreistag. Christian war der zweite Gast bei der Fellbächerin im Freien Radio am 19. August 2018. Aus dem Stand bei der Kommunalwahl rückte das Gründungsmitglied der Linken 2014 sowohl in den Gemeinderat und Kreistag ein. Das war natürlich dem zähen Ackern und Kontakte knüpfen im Vorfeld geschuldet.

Christian ist jeden Tag 20 Stunden für die gute Sache unterwegs. Er fährt von A nach B, teilweise zu 8 Terminen pro Tag, um den Leuten zu helfen. Darüber hinaus verreist er an seinem Urlaub nicht, sondern hospitiert tageweise in sozialen Einrichtungen. Aktuell zum Beispiel war er in der Erlacher Höhe, einer Einrichtung zur Seßhaftmachung von Wohnsitzlosen.

Ursprünglich ist er Weinküfer bei der Remstalkellerei in Beutelsbach und dort über 20 Jahre im Betriebsrat. Außerdem ist er noch Schöffe am Arbeits- und Verwaltungsgericht. Er setzt sich für die Einwanderinnen ein, so ist seine Frau Thailänderin. Außerdem sind ihm die Jungen ganz wichtig, er kommt immer zu den Sitzungen des Jugendgemeinderats. Die Flüchtlinge liegen ihm am Herzen. So ist es selbstverständlich, daß er sich beim Migrationsbeirat einbringt, da er als Einzelkämpfer nicht in die Ausschüsse darf.

Ach ja: die nächste Kommunalwahl steht im Mai 2019 bevor. Vielleicht kann die Linkspartei den Sitz in Fellbach verdoppeln oder sogar verdreifachen. Im letzten Fall wäre Fraktionsstatus erreicht.

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Mein Wahlergebnis

Ich bin bei der Gemeinderatswahl in Fellbach auf Platz 4 der Liste der Linken gewählt worden. Der Erstplazierte Christian Hinrichsen ist gewählt. Insgesamt bekam ich in der Stadt 1610 Stimmen, meine Liste erreichte dort 2,3 %. Die Linke erhielt gesamt 10.624 Stimmen in der Stadt. Insgesamt wurden 459.910 gültige Stimmen abgegeben, die Wahlbeteiligung lag bei 47 %. In meinem Wahllokal im Dietrich-Bonhoeffer-Kindergarten erreichte unsere Liste 4,7 %. Das ist das zweitbeste Ergebnis in Gesamt-Fellbach. Bei der Wahl zum Kreistag des Rems-Murr-Kreises erhielt ich in Remshalden, Urbach und Plüderhausen insgesamt 660 Stimmen, war dort Zweiter. Ich werde also weder im Gemeinderat noch im Kreistag Platz nehmen, im  Rems-Murr-Kreis bin ich allerdings Nachrücker von einem der beiden gewählten Linken. Vielen Dank an alle, die mir ihre Stimme gegeben haben. Ich habe mich sehr darüber gefreut, daß wir aus dem Stand heraus so viel Erfolg hatten und das ohne Materialschlacht.

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Fellbacher Zeitung

Meine Wünsche als Antwort auf drei Fragen unseres Lokalblattes an die Kandidierenden zur Gemeinderatswahl am Sonntag, 25. Mai 2014 von 8 bis 18 Uhr. Ich bin auf Platz 5 bei den Linken.
Mieten: die Stadt soll Wohnungen aufkaufen und bauen, um den städtischen Anteil der Wohnungen von 2 % auf 10% zu erhöhen. Geld ist genug da, siehe das überflüssige Spaßbad F3 und den 107 Meter hohen Wohnungsturm für die Oligarchen. Der Mietspiegel soll nicht an den von Stuttgart gekoppelt werden. Bei allem ist die Fellbacher Wohnungsbaugenossenschaft zu unterstützen.
Flüchtlinge: hier ist es insbesondere die Aufgabe der Zeitung, nicht die Leute verrückt zu machen. Kasernierung von Flüchtlingen wie in Oeffingen im Roncalli-Haus ist falsch. Die Flüchtlinge sollen auf Wohnungen über das ganze Stadtgebiet verteilt werden. Im Rathaus muß eine Stelle geschaffen werden, die gegen Rassismus vorgeht.
Windenergie: die Verspargelung muß massiv in Angriff genommen werden. Die Bürgerinnen, die sich hier aufregen, sind von der Öffentlichkeitsarbeit der Atomkonzerne desinformiert. Und das Erholungsgebiet der CDU auf dem Kappelberg wird dadurch noch lange nicht zerstört.

 

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volxmusik am 5.4.14

Ich erwarte anläßlich der Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 Vera Nkenyi Ayemle (SPD Esslingen und Esslinger Afrikatage 9. bis 11.5.14: www.sompon-socialservice.org), Hans-Robert Schlecht mußte aus gesundheitlichen Gründen absagen. Alles bei der volxmusik am Samstag 5. April von 19 bis 21 Uhr im Freien Radio für Stuttgart über Antenne 99,2, im Kabel 102,1 oder im Lebendstrom auf www.freies-radio.de (seit Kurzem mit einem einfachen Klick über jeden Rechner auf dem Planeten empfangbar).

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Mein Austritt aus der SPD

Soeben habe ich mein Parteibuch mit meiner Austrittserklärung unserem Ortsvereinsvorsitzenden in den Briefkasten geworfen. Die Sache ist eigentlich klar: meine Genossinnen wollten mich nicht auf die Gemeinderats- und Kreistagsliste setzen, was im Grunde genommen in Ordnung ist. Nur kam dabei die Befürchtung auf, daß es den guten Ruf der SPD schädigen würde, wenn heraus käme, in welcher Klinik ich wegen einer Stoffwechselstörung verbringen mußte.

Das kann ich nicht so stehen lassen: ich war 14 Jahre in dieser Partei, die letzten über 7 Jahre im Vorstand in Fellbach, dort zuständig für die Pressearbeit. Ich war auf fast jeder Vorstandssitzung und habe mich eingemischt. Viel Zeit verbrachte ich mit dem Lesen des Fellbacher Buchs aus der Stuttgarter Zeitung. Ich habe Prospekte in die Briefkästen geworfen, Plakate geklebt und aufgestellt, mich an den Infoständen beteiligt, Pressetexte verfaßt, die Heimseite gepflegt.

Die Frage nun stellt sich, was das eigentlich für ein Ruf der SPD ist? In Fellbach hatte diese Partei die letzten beiden Oberbürgermeisterwahlen verloren, hat ein 110 Meter hohes Wohnhochhaus verhindert und gegen das neue Spaßbad gestimmt. Konstruktives dagegen? Fehlanzeige. Und im Land ist ja klar, daß dieser Tiefbahnhof in Stuttgart die ehemaligen Genossinnen in Stuttgart ins Abseits katapultiert. Und nach den nächsten Landtagswahlen werden wieder die Kons regieren, da weder SPD noch die Grünen mit ihrem Schützenkönig an der Spitze sich darum kümmern, wie sie an der Macht bleiben können. Nein, jede Einzelne klammert sich an ihr Pöstchen. Wo gibt es hier einen guten Ruf?

Empört muß ich leider feststellen, daß es den Ruf der Partei schädigt, wenn sie andersartige Menschen wie mich ausgrenzt. Willy Brandt hat hier jedenfalls bei diesem Thema in keinster Weise versagt, war er selbst doch auch anders. Und deswegen ein Hoffnungsträger für viele Menschen auch außerhalb der SPD.

Ich werde keiner Partei mehr beitreten und die StZ abbestellen. Nun bin ich ein freier Mensch und kann mich endlich um sinnvolle Dinge kümmern: Lesen, Schreiben, Malen, Musik machen. Und Mitgliedschaften und Abonnements kündigen. Ach wie ist das befreiend!

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