Barbara Bürkle Quintett beim Osterjazz
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Am zweiten Tag der Theaterhaus Jazztage am Karfreitag eröffnete das BBQ den zweiten Konzertblock des Tages in Halle T3. Die Sängerin Barbara Bürkle hat eine Schar begnadeter Instrumentalisten um sich geschart und mit viel Sympathie die Herzen der Zuhörenden erobert. Erst ist das Debütalbum erschienen, schon konnte sich das noch recht junge Quintett einem größeren und aufmerksamen Publikum präsentieren. Es gab Stücke aus ihrer Feder, Standards und auch Musik aus Lateinamerika. Das BBQ besteht aus der Schwäbin Bürkle, Andreas Francke (as,ss) und Steffen Hollenweger (b), beide aus Stuttgart, Dirk Wochner (Freiburg) am Klavier und Uli Schiffelholz (dr) aus Frankfurt. Die fünf werden noch von sich hören machen, sie boten alles in allem originellen und schönklingenden Hauptstrom-Jazz.
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Moscow Art Trio beim Osterjazz
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20 Jahre haben sie nun schon auf dem Buckel, genau so lange wie die kapitalistische Revolution, die die Sowjetunion wieder in einen Feudalstaat zurückverwandelte. Das Moscow Art Trio besteht aus drei Individualisten, die auch mit leisen Tönen glänzten. Zum einen ist da der Klavierspieler Mikhail Alperin, gefolgt vom Hornisten Arkady Shilkloper und dem Sänger, Klarinettisten und Flötenspieler Sergey Starostin. Die drei aus Moskau haben es einfach drauf und beherrschen ihre Instrumente perfekt. Einzeln spielten sie genauso exakt wie zu dritt oder zu zweit. Sie waren nicht zum ersten Mal im Theaterhaus und brachten einfach einen ganz eigenen Ton in die Stahllagerhalle am Pragsattel.
Etikett/en: Jazz
Vijay Iyer Trio beim Osterjazz
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Ein fulminanter Auftakt der 24. Internationalen Theaterhaus Jazztage: der Ersatz für den verhinderten Karl Berger wurde erst vor zwei Wochen engagiert: das Vijay Iyer Trio ist extra aus New York eingeflogen worden. Das Klaviertrio verkörpert drei Kontinente: Iyer mit Vorfahren aus Asien (Indien) am Klavier, Stephan Crump am Bass für Europa und am Schlagzeug Marcus Gilmore als Repräsentant Afrikas. Alle Drei junge Amerikaner aus den Vereinigten Staaten. Iyer ist ebenso wie seine Kollegin Geri Allen längst dem Musikerkollektiv M-Base aus Brooklyn entwachsen. Allen hat es in das Quartett des größten auf Erden wandelnden Musiker Ornette Coleman geschafft. Mal sehen, wie weit Iyer kommt. Heute Abend jedenfalls öffnete er einem das Herz mit warmen, aber auch kalten Klängen.
Etikett/en: Jazz
Konzept des Jazzfrühstücks
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Jeden Freitag Vormittag von 8 bis 10 Uhr bieten euch Egmont Müller, Markus Riek und amokfisch Jazz und Politik vom Feinsten. Wir wissen, dass nur vier Prozent der Bevölkerung Jazz hören. Wir gehören dazu. Und wir wissen, ein paar von euch auch.
In der ersten Stunde liegt der Schwerpunkt bei der Information mit Nachrichten aus dem In- und Ausland, aufgezeichneten Gesprächen aus Gegen- und alternativer Öffentlichkeit und einem Kommentar zum politischen Alltag.
In der zweiten Stunde von 9 bis 10 Uhr ist der Jazz im Vordergrund (‚Jazz‘ is not a bad word now, but almost certainly is of extremely low origin). Da es noch früh am morgen ist, haben wir uns untereinander darauf verständigt, beim Hauptstrom zu bleiben. Das gilt aber nicht für unsere Kompaktscheibe der Woche. Mit ihr werden wir frei improvisieren und vorstellen, was uns gefällt, ob neu oder alt. Eine besonderer Anreiz für euch sollte sein, dass ihr jeweils Freikarten zu einem Konzert im Theaterhaus gewinnen könnt (einfach anrufen?). Der letzte Textblock kurz vor 10 Uhr beinhaltet Lokalnachrichten und Konzerthinweise.
Also zum Aufwachen und Jazzfrühstücken empfehlen wir euch: Den formatierten Einheitsbrei der bekannten Frequenzen AUSschalten! Euren Lieblingssender EINschalten! Da liegt der Kaffee besser im Magen und ihr bekommt keine Blähungen. Denn Jazz ist gut für die Verdauung.
Texte der Sendung sowie die Spielliste der Musik könnt ihr auf dieser Netzseite unter der Kategorie Jazzfrühstück nachlesen.
Wolfgang Haffner Trio im Theaterhaus
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Leider zu kurz – 45 Minuten – und als Vorgruppe von der Sängerin Silje Nergaard gab vor wohl 500 Zuhörern der alte Haudegen Wolfgang Haffner am Schlagzeug zusammen mit Jazzprofessor Hubert Nuss am Klavier und der Basslegende Lars Danielsson ein Konzert, das mit allen Wassern gewaschen war. Haffner, 20 Jahre mit dem bedeutendsten deutschen Jazzmusiker Albert Mangelsdorff (Posaune) unterwegs, auch mit dem 17fachen Grammypreisträger Pat Metheny (Gitarre) des öfteren zu Gange, glänzte mit diesem klassischen akustischen Klaviertrio. Die Klappstühle im Theaterhaus schwangen entsprechend des Fußwippens der begeisterten Zuhörer im Takt mit. Reinhörtipp wäre sein neues ACT-Album ‚Round Silence‘.
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