Amt bei der Linkspartei

Ich bin heute Abend ohne Gegenstimme in den Vorstand des Ortsvereins der Linken Fellbach/Kernen gewählt worden. Nach vier Jahren Pause nun wieder ein neues Amt, mit der Aufgabe Kommunikation. Wir sind 5 gleichberechtigte Männer dort: Werner Wondra, Hans-Martin Fröscher, Christian Hinrichsen und neu dabei Dario Mastrogiovanni und ich. Wir sind mittlerweile bei 21 Mitgliedern angelangt. Das Ackern unseres Gemeinderats Christian trägt erste Früchte. Die Ernte wird 2019 eingefahren bei der Kommunalwahl, wo wir in Fraktionsstärke im Fellbacher Gemeinderat einrücken wollen. Da möchte ich dabei sein. Und hoffe dabei auch auf deine Stimme, wenn du in Fellbach wohnst.

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Oberbürgermeisterinnenwahl Fellbach

Am kommenden Sonntag ist es endlich soweit: die Fellbächerinnen wählen ein neues Rathausoberhaupt. Oberbürgermeister Christoph Palm (CDU) hört nach 16 Jahren auf und wechselt zu einer privaten Stiftung. Er hinterläßt den 44.000 Bürgerinnen zwei Denkmäler: ein Spaßbad und einen Riesenwohnturm. Kandidatin der konservativen Übermacht im Gemeinderat ist eine Bürgermeisterin aus Göppingen, der Kandidat der SPD kommt aus Berlin. Dazu gibt es noch drei Juxkandidaten.

Ich werde auf meinen Wahlzettel den Namen Christian Hinrichsen (Linke) schreiben. Er ist der einzige Gemeinderat, der was taugt und der mit Abstand fleißigste. Seine Sitzungsgelder spendet er, er ist überall in der Stadt vor Ort. Diese Stimme wird gezählt, der Wahlzettel ist damit nicht ungültig.

Die Wahl ist vorbei. Gewählt wurde die parteilose Konservative Gabrielle Zull mit 61 %; der Genosse Carsten Hansen erzielte 34%, die drei Juxkandidaten kamen zusammen auf 4,6%. Und das alles bei einer überragenden Wahlbeteiligung von 43%.

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Mein Wahlergebnis

Ich bin bei der Gemeinderatswahl in Fellbach auf Platz 4 der Liste der Linken gewählt worden. Der Erstplazierte Christian Hinrichsen ist gewählt. Insgesamt bekam ich in der Stadt 1610 Stimmen, meine Liste erreichte dort 2,3 %. Die Linke erhielt gesamt 10.624 Stimmen in der Stadt. Insgesamt wurden 459.910 gültige Stimmen abgegeben, die Wahlbeteiligung lag bei 47 %. In meinem Wahllokal im Dietrich-Bonhoeffer-Kindergarten erreichte unsere Liste 4,7 %. Das ist das zweitbeste Ergebnis in Gesamt-Fellbach. Bei der Wahl zum Kreistag des Rems-Murr-Kreises erhielt ich in Remshalden, Urbach und Plüderhausen insgesamt 660 Stimmen, war dort Zweiter. Ich werde also weder im Gemeinderat noch im Kreistag Platz nehmen, im  Rems-Murr-Kreis bin ich allerdings Nachrücker von einem der beiden gewählten Linken. Vielen Dank an alle, die mir ihre Stimme gegeben haben. Ich habe mich sehr darüber gefreut, daß wir aus dem Stand heraus so viel Erfolg hatten und das ohne Materialschlacht.

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Fellbacher Zeitung

Meine Wünsche als Antwort auf drei Fragen unseres Lokalblattes an die Kandidierenden zur Gemeinderatswahl am Sonntag, 25. Mai 2014 von 8 bis 18 Uhr. Ich bin auf Platz 5 bei den Linken.
Mieten: die Stadt soll Wohnungen aufkaufen und bauen, um den städtischen Anteil der Wohnungen von 2 % auf 10% zu erhöhen. Geld ist genug da, siehe das überflüssige Spaßbad F3 und den 107 Meter hohen Wohnungsturm für die Oligarchen. Der Mietspiegel soll nicht an den von Stuttgart gekoppelt werden. Bei allem ist die Fellbacher Wohnungsbaugenossenschaft zu unterstützen.
Flüchtlinge: hier ist es insbesondere die Aufgabe der Zeitung, nicht die Leute verrückt zu machen. Kasernierung von Flüchtlingen wie in Oeffingen im Roncalli-Haus ist falsch. Die Flüchtlinge sollen auf Wohnungen über das ganze Stadtgebiet verteilt werden. Im Rathaus muß eine Stelle geschaffen werden, die gegen Rassismus vorgeht.
Windenergie: die Verspargelung muß massiv in Angriff genommen werden. Die Bürgerinnen, die sich hier aufregen, sind von der Öffentlichkeitsarbeit der Atomkonzerne desinformiert. Und das Erholungsgebiet der CDU auf dem Kappelberg wird dadurch noch lange nicht zerstört.

 

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Mein Austritt aus der SPD

Soeben habe ich mein Parteibuch mit meiner Austrittserklärung unserem Ortsvereinsvorsitzenden in den Briefkasten geworfen. Die Sache ist eigentlich klar: meine Genossinnen wollten mich nicht auf die Gemeinderats- und Kreistagsliste setzen, was im Grunde genommen in Ordnung ist. Nur kam dabei die Befürchtung auf, daß es den guten Ruf der SPD schädigen würde, wenn heraus käme, in welcher Klinik ich wegen einer Stoffwechselstörung verbringen mußte.

Das kann ich nicht so stehen lassen: ich war 14 Jahre in dieser Partei, die letzten über 7 Jahre im Vorstand in Fellbach, dort zuständig für die Pressearbeit. Ich war auf fast jeder Vorstandssitzung und habe mich eingemischt. Viel Zeit verbrachte ich mit dem Lesen des Fellbacher Buchs aus der Stuttgarter Zeitung. Ich habe Prospekte in die Briefkästen geworfen, Plakate geklebt und aufgestellt, mich an den Infoständen beteiligt, Pressetexte verfaßt, die Heimseite gepflegt.

Die Frage nun stellt sich, was das eigentlich für ein Ruf der SPD ist? In Fellbach hatte diese Partei die letzten beiden Oberbürgermeisterwahlen verloren, hat ein 110 Meter hohes Wohnhochhaus verhindert und gegen das neue Spaßbad gestimmt. Konstruktives dagegen? Fehlanzeige. Und im Land ist ja klar, daß dieser Tiefbahnhof in Stuttgart die ehemaligen Genossinnen in Stuttgart ins Abseits katapultiert. Und nach den nächsten Landtagswahlen werden wieder die Kons regieren, da weder SPD noch die Grünen mit ihrem Schützenkönig an der Spitze sich darum kümmern, wie sie an der Macht bleiben können. Nein, jede Einzelne klammert sich an ihr Pöstchen. Wo gibt es hier einen guten Ruf?

Empört muß ich leider feststellen, daß es den Ruf der Partei schädigt, wenn sie andersartige Menschen wie mich ausgrenzt. Willy Brandt hat hier jedenfalls bei diesem Thema in keinster Weise versagt, war er selbst doch auch anders. Und deswegen ein Hoffnungsträger für viele Menschen auch außerhalb der SPD.

Ich werde keiner Partei mehr beitreten und die StZ abbestellen. Nun bin ich ein freier Mensch und kann mich endlich um sinnvolle Dinge kümmern: Lesen, Schreiben, Malen, Musik machen. Und Mitgliedschaften und Abonnements kündigen. Ach wie ist das befreiend!

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