Musikbilder

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Brandneue Sendung

Freitag 28. August 2020 von 11 bis 14 Uhr Jazzbrunch im Freien Radio für Stuttgart: Egmont Müller (Kulturpalast) kommt und befragt den Genossen amokfisch, der als Armin Fischer (DIE LINKE) im Fellbacher Gemeinderat sitzt und im Theaterhaus arbeitet. amokfisch bringt seine Lieblinge aus Jazz, Weltmusik und Filmmusik mit. Dies ist der Ersatz für die ausgefallene Sendung vom Sonntag 19. Juli 2020 von 21 bis 23 Uhr. Der Hausmeister hatte verriegelt. http://www.freies-radio.de

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Richard Galliano

Dieser unglaubliche Franzose hat zusammen mit dem Stuttgarter Kammerorchester im Theaterhaus musiziert: Richard Galliano ist der bedeutendste lebende Akkordeonist auf unserem Planeten. Natürlich, es gibt beipielsweise noch Jean-Louis Matinier oder Luciano Biondini, aber Galliano ist einfach erfahrener.

Es wurden Stücke von Bela Bartok, Georg Breinschmid, Richard Galliano, Joaquin Turina und Astor Piazzolla dargeboten. Erstaunlicherweise gab es keine Dirigentin, nein, das kleine Orchester wurde unter der ersten Geige von Meesun Hong Coleman geleitet. Die Stücke waren sehr gehaltvoll, niemals oberflächlich. Auch schön jazzig und weltmusikalisch, das ging über die traditionelle Klassik hinaus.

Richard Galliano spielte im ersten Teil das diatonische Akkordeon (Knöpfe statt Tasten). In der zweiten Hälfte dann das Bandoneon, von einem Deutschen entwickelt und durch den argentinischen Tango erfolgreich geworden. Das Publikum war kein klassisches, immer wieder wurde in die Kompositionen hineingeklatscht. Galliano beendete sein Gastspiel mit einer fulminant improvisierten Zugabe auf seinem Akkordeon ohne Orchester. Ach ja, er ist auch ein Vertreter der Musette nouvelle, so wie Piazzolla mit seinem Tango nuevo.

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Uri Caine (p) trifft das Sirius Quartet

Als Eröffnung am Ostersonntag 2012 beim Jazzfestival in Halle T2 des Theaterhauses vor 400 Zuhörerinnen spielte das Streichquartett Sirius durchkomponierte Stücke nach Art Neuer Musik. Vor zwei Jahren gab das Sirius Quartet ein Konzert im Stone, dem Klub des Altsaxophonisten, Komponisten und Plattenverlagsinhaber John Zorn in New York. Der Ausnahmeklavierspieler hörte zu und war angetan, so daß er eine fünfteilige Komposition für die Vier und sich verfaßte, die an diesem Abend ihre Uraufführung hatte. Vorher gab es noch vier kurzweilige Einzelimprovisationen von Caine am Klavier. Mozart, Waller und Metheny waren zu hören, eine schöne Klammerung zwischen Klassik und Jazz, einer Spezialität des Tastenmenschen Uri Caine. Ein gelungenes Schachspiel des Geigers Gregor Hübner, der ein Viertel von Sirius ausmacht.

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Stuttgarter Kammerorchester

Nicht zum ersten Mal spielte das mittlerweile 67 Jahre alte Kammerorchester unserer Stadt, bestehend nur aus Streichern und kleiner als ein Orchester, größer als ein Kammerensemble, im Theaterhaus auf. Unter der Leitung von Christoph Altstaedt boten sie vier zeitgenössische Kompositionen dar, Minimalismus von John Adams, Wilhelm Killmayer und Steve Reich und ein epochales Werk von Aulis Sallinen. Die so um die 600 Zuhörenden vernahmen krumme Takte, arabische Anleihen, Tango und allerhand mehr. Die anspruchsvollen Stücke wurden von den internationalen Musikerinnen virtuos und gekonnt dargeboten und zum Schluß gab es nach der Zugabe von Astor Piazzolla viel Beifall und vereinzelt Bravorufe.

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