Julian Schnabel

Bei diesem Hünen handelt es sich um einen äußerst erfolgreichen Kunstmaler und Filmregisseur. Zur Zeit läuft in den Programmkinos ein Lebensporträt über diese schillernde Persönlichkeit. Kinder und Lebenspartnerinnen kommen zu Wort, aber auch Jeff Koons, Al Pacino und Willem Dafoe. Schnabels Lieblingsfilme sind der Pate und Spartacus. Er hat eine ganz spezielle Malart entwickelt, weder naturalistisch noch abstrakt, auf überlebensgroßen Leinwänden. Seine Tellerbilder werden stark nachgefragt: zertrümmerte Teller werden auf Leinwand aufgeklebt und dann darüber gemalt. Schnabel hat ein Haus im Fischerdorf Montauk, direkt am Wasser. In New York hat er eine Villa nach venezianischem Stil und mit 11 Stockwerken bauen lassen. Was ihn von fast allen zeitgenössischen Künstlern unterscheidet: er macht alles selber und läßt nicht für sich Malen.

Kennerinnen schätzen auch seine Filme: die Verfilmung des kurzen Lebens des Straßenkünstlers Jean-Michel Basquiat, der sein bester Freund war. Dann ein Film mit Javier Bardem, der die Unterdrückung der Schwulen in Kuba thematisiert. Und ‘Schmetterling und Taucherglocke’ mit Mathieu Amalric und Emmanuelle Seigner, wo es um den Unfall eines Chefredakteurs einer Modezeitschrift geht und der nur noch ein Auge auf- und zumachen kann. Die Filme sind jeder für sich ganz anders und sehr künstlerisch. Bemerkenswert ist jedenfalls, daß Julian Schnabel sowohl beim Malen als auch beim Drehen Autodidakt ist.

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art Karlsruhe

Über vier Tage im Februar 2017 hieß es erneut: eine große Ansammlung bester Kunst in vier Hallen. Sammler hatten eine wahre Freunde. Alle ausstellenden Galerien auf dieser Kunstmesse hatten passable Werke Gegenwartskunst zu bieten, hauptsächlich Gemälde, aber auch vereinzelt Objekte. Menschen, die ihr überflüssiges Geld anlegen wollen, fanden hier immer für jeden Geschmack etwas.

Um mit dem Namentropfen zu beginnen: der Geiger, Hollywood-Schauspieler und Künstler Armin Müller-Stahl präsentierte bunte Werke mit politischen Anspruch, eine Entdeckung. Gegenwartsüberflieger wie Jonathan Meese, der hier auch einen Preis bekam und Markus Lüpertz, Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie, beispielsweise wurden gehandelt. Selbst Drucke von Picasso, KRH Sonderborg und A.R.Penck wurden präsentiert.

Das Meiste war jedoch Konfektionsware, einige Galerien hatten noch die gleichen Bilder gehängt wie schon bei den letzten Messen in Karlsruhe. Selbst eine Radierung von Manet aus dem Jahre 1865 gab es zu sehen. Ebenso wie bei der Art Cologne sieht mensch hier eine Fülle von Werken, die jede kuratierte Ausstellung erschaudern läßt. Einen Tagesausflug lohnt diese Kunstschau allemal, wer flüchtig alles Abschreiten will, benötigt vier Stunden.

 

 

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Jazz und Kunst

Im Kunstmuseum Stuttgart, dem Würfel-Denkmal am Schloßplatz, das sich der ehemalige CDU-Oberbürgermeister geschenkt hatte, hängen im ersten, zweiten und dritten Stock Gemälde, die im Zusammenhang mit Jazz stehen. Eine gute Idee, diese zwei Kultursparten zusammen zu bringen. Und mensch kann mit tragbaren Hörbegleitern Musikbeispiele zu den Bildern anhören, das dauert zwei Stunden. Eine Stunde, nur um die Bilder zu studieren.

Zu sehen sind Meisterwerke von Max Beckmann, Otto Dix, Basquiat, Jackson Pollock, AR Penck, KRH Sonderborg und vieles mehr, Künstler, die einen starken Bezug zur Musik der Freiheit hatten und haben. Die 12 Euro für den Eintritt sind gut investiert. Es gibt auch einen Katalog, der im Billigkunstverlag Prestel erschienen ist. Zum Abschluß gibt es auch ein paar Konzerte im März 2016.

Schön wäre es gewesen, wenn auch Musikerinnen berücksichtigt worden wären, die selbst gemalt hatten oder dies noch tun. Miles Davis, Volker Kriegel, Hans Reichel, Peter Kowald und natürlich Herbert Joos und viele mehr. Und was Josephine Baker, Andy Warhol und die Rolling Stones mit Jazz zu tun haben, erschließt sich einer nicht zwingend.

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Nexte volxmusik

Zu Gast bei mir am Samstag, 3. Mai 2014 von 19 bis 21 Uhr im Freien Radio für Stuttgart der Kunstgeschichter Doktor Dietrich Heißenbüttel, Herausgeber des Buchs “Kunst in Stuttgart. Epochen, Persönlichkeiten, Tendenzen”, erschienen 2013 im Hampp Verlag Stuttgart, 309 Seiten. Dietrich ist Gründungsmitglied von Jazz funkt und immer noch dabei.

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volxmusik 1. März 2014 19 bis 21 Uhr

Oliver Herrmann ist heute zu Gast bei amokfisch im Freien Radio für Stuttgart. Er ist Fotograf, Reprohersteller und Medienkünstler. Neben dem Foto arbeitet er mit Installationen und dem digitalen Bewegtbild. Außerdem ist Oliver auch von Anfang an Öffentlichkeitsarbeiter im Freien Radio für Stuttgart. www.oherrmann.de

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