Kim Wilde

Die Dame hat mittlerweile 50 Jahre auf dem Buckel und ist immer noch unterwegs. Zusammen mit Bruder Ricky, dem Komponisten, Produzenten und Gitarristen und ihrer Nichte als Hintergrundsängerin trat die Engländerin Kim Wilde im nicht ganz ausverkauften Theaterhaus auf. Begleitet von Licht- und Bildspektakel durchschritt die auf dem Teppich gebliebene Sängerin ihre nun auch schon 30 Jahre andauernde Laufbahn. Gute Popmusik, ganz selten auch mit dem Hang zum Schlager. Die Musik kam nicht vom Rechner, es waren noch ein weiterer Gitarrist, ein Bassist, ein Tastenmensch und ein Schlagzeuger mit auf der Bühne. Es gab neue Stücke, aber auch alle bekannten wie Cambodia, You Came und die Kids From Amerika wurden dargeboten. Ein vergnüglicher Märzabend.

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Sergio Mendes

Der alte Haudegen Mendes spielte mit einer famosen Gruppe vor 400 Leuten im Theaterhaus auf. Das Konzert war von der Freilichtbühne am Killesberg verlegt worden, so daß die Halle 2 zum Tanzen kaum Möglichkeiten bot. 3 Sängerinnen, eine davon älteren Semesters, ein Bassist aus Sri Lanka, Schlagzeuger, Perkussion aus Bahia, indianischer Tastenspieler sowie ein Gitarrist aus Rio, allesamt große Könner an ihren Instrumente boten einen Geschmack von tropischem Lebensgefühl im bewegten Stuttgart. Nach Musikstücken von Antonio Carlos Jobim, Gilberto Gil, Chico Buarque de Hollanda und Kompositionen des Tastenmenschen Mendes kam die erste Zugabe: Mas que nada, der Schlager, mit dem sich der bescheiden auftretende Mendes wohl finanziell völlig saniert haben wird: bekannt geworden durch den Sänger und Gitarristen Jorge Ben Jor. An diesem Abend wurde mal wieder klar, woher die beste Popmusik kommt. Die Musica Popular Brasileira (MPB) ist eben unschlagbar!

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Sweet Soul Music Revue

Premiere im Theaterhaus am Mittwoch, 12. August. Der Mannheimer Gitarrist und Saxophonist Klaus Gassmann hat eine ganze Horde weiterer Musiker aus seiner Region zusammengetrommelt um insgesamt 35 Klassiker der Ära der Seele aus den 1960er Jahren wiederaufleben zu lassen. Moderiert das Ganze von Ron Williams, einem braunhäutigen aus den Staaten stammenden Unterhalter. Da haben die Nachfahren der Sklaven auch mächtig darauf Stolz zu sein: viele dieser unzähligen Aufnahmen waren unter den ersten Zehn der wöchentlich bestverkauften Platten dieser Zeit. Und man kennt auch noch die Sterne wie Tina Turner, James Brown, Otis Redding, Aretha Franklin, Ray Charles, Sam Cook, Marvin Gaye und so weiter. Das Ganze ist natürlich ein großes Spektakel und das Publikum klatscht des Öfteren im Stehen mit und freut sich über den Wiedererkennungseffekt. Als da wären auf der Bühne: vier Saxophone, eine Trompete, ein Tastenmann, eine Hammond-Orgel, Gitarre, Elektrobass und Schlagzeug, drei Hintergrundsängerinnen und vier Tänzerinnen (darunter nur ein braunhäutiger Musiker: Waldo Weathers). Dann wechseln sich die Sängerinnen unterschiedlicher Hautfarbe ab. Das Ganze geht noch bis Sonntag, 23. August fast täglich und kostet schlappe 26 oder 21 Euro. Zu diesem Sommerereignis gibt es noch Karten. Also kommet zu Hauf. Zum Reinschauen: www.sweetsoulmusicrevue.com

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Pet Shop Boys

Am Sonntag, 14.06.09 der Auftritt des Pop-Duos im ausverkauften (2000 Zuhörer) Theaterhaus. Mit dabei vier Tänzer. Auf weiße übereinandergestapelte Würfel wurden unterschiedlichste Videos projiziert. Insgesamt ein Konzert, das keine Wünsche offen ließ und mit der zweiten Zugabe, den ‚Westend-Girls‘ endete. Markant natürlich die Stimme des Sängers, die einen durch Jahrzehnte begleitete. Und dann der andere, der den Rechner anwarf und ein bißchen auf die Tasten und die Trommeln haute, beides natürlich elektronisch. Alles in allem ein perfekt durchgestalteter Ablauf mit einigen Überraschungen.

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