Vorschlag des amokfisch für den Friedenspreis der AnStifterinnen 2010

Die Soldatenmütter in Rußland haben es sich seit 1989 zur Aufgabe gemacht, Mißstände in der russischen Armee an die Öffentlichkeit zu bringen. Neben der Organisierung der Freilassung russischer Kriegsgefangener der Tschetschenienkriege problematisieren sie die Dedowschtschina (Herrschaft der Großväter), die bis in die Zarenzeit zurückgeht. Hierbei werden wehrpflichtige Rekruten von Dienstälteren verprügelt bzw. gequält mit Todesfolge für ungefähr 1000 Soldaten jährlich. Die Union der Komitees der Soldatenmütter Rußlands gründete 2004 die Vereinte Volkspartei der Soldatenmütter. Preise unter anderem: Alternativer Nobelpreis 1996, Aachener Friedenspreis 2004. Netzseite: www.ucsmr.ru/english/

Etikett/en:

Spielzettel 26.03.10

Eröffnung mit dem Klingeln von Monty Alexander (p) und Monticello

Duke Ellington (p) – The Mooch

Duke Ellington – Black And Tan Fantasy

Bully Buhlan (voc) und Erwin Lehn – Chattanooga Choo Choo

The Bad Plus – 1980 World Champion

Silje Nergaard (voc) – Me Oh My

Roy Eldridge (tp) – Wrap Your Troubles In Dreams

Henri Texier (b) Azur Quartet – Amazone Blues

Zorn, Lewis, Frisell – News For Lulu; KD’s Motion; Funk In Deep Freeze; Melanie; Melody For C; Lotus Blossom

Nguyen Le (g) – Azur

Kompaktscheibe der Woche: ‘News For Lulu’ mit John Zorn (as), George Lewis (tb), Bill Frisell (g) 1987

Kommentar 26.03.10

Sexueller Mißbrauch

Das Schlimmste, was man einem Menschen antun kann, sind sexuelle Handlungen an einem Kind. Mit diesem Verbrechen wird die Seele der Betroffenen für den Rest des Lebens gebrochen. Das Kind, das in brutalster und verachtenswertester Weise vom Vater, Opa, Onkel oder Bruder vergewaltigt wird, hat für den Rest seines Lebens unter den Folgen dieser Taten zu leiden. Es kann nie ein normales Verhältnis zum anderen Geschlecht aufbauen, da dieses Trauma im Hintergrund immer als Störfaktor dabei ist. Und es geht den Täterinnen nicht um das Ausleben des Geschlechtstriebs, sondern einzig allein um eine Machtdemonstration gegenüber dem Opfer. Da kommen einige Fragen auf: was kann man tun, um solche Straftaten im Vorfeld zu verhindern? Wie kann man Kinder schützen? Wieso sollen Erzieherinnen nicht wie in anderen Ländern ihren Beruf studieren, um die Kinder in den Kindergärten besser für dieses Tabuthema zu sensibilisieren und ihnen einen starken Charakter mitzugeben um ihren Erziehungsberechtigten ein klares Nein zu entgegnen? Welche Organisation bringt dieses Thema in die Öffentlichkeit? Wieso haben Kinder weniger Rechte als die Erwachsenen und keine Stimme, die vernommen wird? Das sind alles Fragen an unsere ach so tolle Demokratie, die hier absolut versagt.

Etikett/en:

Kuba

Das Überleben der Einwohnerinnen dieses sozialistischen Inselstaates in der Karibik ist sehr hart. Kuba muß 80 Prozent seiner Güter importieren, da es nicht in der Lage ist, diese selbst herzustellen. Es fehlt an Wohnungen und Arbeit. Und es gibt auf dieser Karibikinsel kein öffentliches Verkehrssystem. Viele Menschen hier haben mehrere Arbeitsplätze, um über die Runden zu kommen. Eine Landarbeiterin kann so mehr verdienen als eine Lehrerin. Auf der Insel gibt es viele Dinge nur für Devisen, die bei uns selbstverständlich sind. Wie beispielsweise Seife oder Zahnpasta. Für Lebensmittel gibt es Bezugsscheine. Viele Menschen sind frustriert, da es oft zum Nötigsten nicht reicht. In einer Zigarrenfabrik werden während der Arbeit revolutionäre Texte vorgelesen. Wie der Graf von Monte Christo, natürlich in der offiziellen Version der Regierung. Die Kantine für die Arbeiterinnen ist fast umsonst. In Havanna leben ein Drittel der Einwohnerinnen Kubas. Viele verdienen sich dort ein illegales Zubrot durch Taxifahrten für die Touristinnen. Und es gibt bescheidene Verbesserungsmöglichkeiten für Kleinbäuerinnen, die in Grenzen privatwirtschaftlich anbauen können. Deren Verkaufsstände haben ein größeres Angebot als die staatlichen Läden, wo es zum Beispiel keine Zwiebeln oder Tomaten gibt.

Etikett/en:

Bangla Desh

Ein großes Problem in diesem islamischen Asien-Staat ist das Arsen im Brunnenwasser in den Dörfern. Vor Jahren hatte man durch Unicef Brunnen gebaut, um die Kinder vor dem verunreinigten Wasser in den Flüssen zu schützen, das vielen Menschen das Leben gekostet hatte. Das Arsen im Wasser hat allerdings im Gegensatz zu den vergifteten Flüssen einen natürlichen Ursprung und kommt aus dem Gestein des Himalayas. Der Bundesregierung ist das Problem bekannt, es schickt Truppen los, um das Arsen in den Brunnen zu ermitteln. Die werden rot angemalt, wenn die Bewohnerinnen sie nicht mehr benützen sollen, grün, wenn sie unbedenklich sind. 20 Millionen Menschen sind abhängig von diesen vergifteten Brunnen. Und es ist sehr kostspielig, ein Filtersystem zu installieren, das Keime und Arsen wegfiltert. Hier muß der Staat dann für jeden Brunnen das zehnfache der ursprünglichen Kosten investieren. Oft bleibt nur der Appell an die Menschen, andere Brunnen zu benützen, was für viele nicht in Frage kommt, da sie sonst zu lange Fußmärsche in Kauf nehmen müssen. So erkranken sie weiterhin an diesem Gift, das Impotenz, Krebs und Hautkrankheiten mit zur Folge hat. Und das alles, obwohl das Land gesegnet ist mit viel Wasser, was mensch an den jährlichen Überschwemmungen sieht.

Etikett/en: