Sweet Soul Music Revue

Premiere im Theaterhaus am Mittwoch, 12. August. Der Mannheimer Gitarrist und Saxophonist Klaus Gassmann hat eine ganze Horde weiterer Musiker aus seiner Region zusammengetrommelt um insgesamt 35 Klassiker der Ära der Seele aus den 1960er Jahren wiederaufleben zu lassen. Moderiert das Ganze von Ron Williams, einem braunhäutigen aus den Staaten stammenden Unterhalter. Da haben die Nachfahren der Sklaven auch mächtig darauf Stolz zu sein: viele dieser unzähligen Aufnahmen waren unter den ersten Zehn der wöchentlich bestverkauften Platten dieser Zeit. Und man kennt auch noch die Sterne wie Tina Turner, James Brown, Otis Redding, Aretha Franklin, Ray Charles, Sam Cook, Marvin Gaye und so weiter. Das Ganze ist natürlich ein großes Spektakel und das Publikum klatscht des Öfteren im Stehen mit und freut sich über den Wiedererkennungseffekt. Als da wären auf der Bühne: vier Saxophone, eine Trompete, ein Tastenmann, eine Hammond-Orgel, Gitarre, Elektrobass und Schlagzeug, drei Hintergrundsängerinnen und vier Tänzerinnen (darunter nur ein braunhäutiger Musiker: Waldo Weathers). Dann wechseln sich die Sängerinnen unterschiedlicher Hautfarbe ab. Das Ganze geht noch bis Sonntag, 23. August fast täglich und kostet schlappe 26 oder 21 Euro. Zu diesem Sommerereignis gibt es noch Karten. Also kommet zu Hauf. Zum Reinschauen: www.sweetsoulmusicrevue.com

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Tagebuch 12

Schmiden, Samstag 8. August 2009 Nun habe ich auch meinen 42. Geburtstag hinter mich gebracht. Letzten Sonntag war ich mit meinen Freunden im Waldheim Gaisburg. Es hat zwar geregnet und wir waren um 16 Uhr die einzigsten Besucher. Dennoch hatten wir eine schöne Zeit. Gekommen waren Egmont (Freies Radio), Markus (attac), Johannes (Dr. Ing.) extra aus Nürnberg und Martin (Musiklehrer) mit Ines (Musiklehrerin) und Sohn Jonathan. Und dann am Donnerstag abend an meinem eigentlichen Geburtstag dann hatte ich meine Eltern Adelheid und Ewald (beide Rentner), meinen Bruder und meine Freundin Gerlinde (Friseurin) in den Grünen Baum in Schmiden eingeladen. Dies ist ein Restaurant mit Hotel an der Straße, die nach dem in den 50ern Schmidener Bürgermeister Gotthilf Bayh (SPD und MdL) benannt ist. Nochmals meinen Dank an euch alle für die tollen Geschenke. Telefonisch gratuliert hatten Vetter Tilmann (Hauptmann der Luftwaffe), Renate (Gerlindes Mutter), Onkel Karl und Tante Helene (Rentner), Almut (Offene Herberge) und Onkel Berthold (Bürgermeister von Riesbürg im Ruhestand). Von Karin (Mediengestalterin) bekam ich einen Kurzmitteilungsdienst und Post von Harald Raß (Vorsitzender SPD Fellbach) und der Büchergilde Gutenberg. Außerdem eine Elektrobotschaft von Kajo Wasserhöfel (SPD-Bundesgeschäftsführer).

Alice Paul-Der Weg ins Licht

Dieser Film aus dem Jahr 2004 gibt den langen Kampf um das Frauenwahlrecht in den USA wieder. Hauptfigur ist die Frauenrechtlerin Alice Paul, gespielt von Hilary Swank. Die Schauspielerin hat bereits zwei Oscars auf dem Konto, den ersten für die Rolle eines Mannes im Körper einer Frau, den zweiten für eine Boxerin, die sich ganz nach oben kämpft. Nach jahrelangem Einsatz gelingt es den Damen im Jahr 1920 das allgemeine Wahlrecht im ganzen Land zu erstreiten. Davor gibt es zermürbende Auseinandersetzungen mit sturen Politikern, Demütigungen, Prügel und Knast für Mahnwachen vor dem Abgeordnetenhaus. Paul zeichnete sich durch äußerste Sturheit und Geschicklichkeit aus. Auf ihren Hungerstreik im Gefängnis antwortete man mit Zwangsernährung. Was uns heute als selbstverständlich erscheint, hatte weltweit so lange gedauert: das aktive und passive Wahlrecht für den weiblichen Teil des Planeten. Nun muß auch über dieses Recht für diejenigen diskutiert werden, die wie selbstverständlich davon abgehalten werden, so wie Jahrtausende die Frauen. Das wären Einwanderinnen, Illegale, geistig Behinderte, Kinder, Obdachlose.

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Out of the Box (Gauthier Dance)

Ein witziger, nachdenklicher Abend im Theaterhaus. Außerhalb des Runterzählens der Aufführungen unserer seit zwei Jahren bestehenden Tanzkompanie (Six Pack, High Five, Four Play) haben sich die 6 Tänzerinnen diesmal selber Aufträge zugeschanzt. Eine Veranstaltung aus 7 Stücken, überwiegend einstudiert, ausgestattet von der Truppe, die vom Tänzer, Choreographen und Musiker Eric Gauthier geleitet wird. Bunt, einfarbig, gehaltvoll, rotzig, makellos ging es auf der Bühne zu. Schöne Einfälle, gelungene Musikauswahl. Drei Tänzerinnen verlassen uns: Alexis Dupuis-LeBlanc geht zurück nach Kanada und macht dort eine Ausbildung. Anja Behrend hat ein Engagement in Monaco. Und die Nachfolgerin von Emilia Guidicelli, Lisa May wird auch nicht mehr da sein. 5 neue zusätzliche Tänzerinnen kommen nach der Sommerpause und werden dann ab Oktober mit einem neuen Stück aus drei Teilen vor ausverkaufter Halle die Stuttgarterinnen begeistern. Nun aber haben sich Alexis, Anja, Armando, Marianne, Lisa und William die Ferien verdient, schließlich haben sie vereint mit der Pressedame und Dramaturgin Vivian Arnold, Ballettmeister Renato Arismendi und natürlich Eric die Kulturlandschaft in der Region mit einem kräftigen, frischen Wind aufgewühlt und nachhaltig bereichert.

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Tagebuch elf

Mittwoch, 15. Juli  Letzten Montag Kabarett mit Peter Grohmann und dazu Musik von Birgit van Straelen im Theaterhaus. Wer Peter noch nicht kennt: er ist Schriftsetzer und Schriftsteller, Verleger, Theaterhausgründer, Politaktivist und Kabarettist und hat vor 6 Jahren die AnStifter ins Leben gerufen (www.die-anstifter.de). An diesem Abend gab er wieder ein buntes Programm mit eigenen Texten und Gedichten, aber auch freien und improvisierten Teilen. Musikalisch umrahmt von der Stuttgarter Perkussionistin van Straelen und begleitet vom aus Argentinien stammenden Gitarristen Claudio la Vega. Der Schwerpunkt bei der Musik lag bei den Congas und der Djembe, Birgit sang auch eigene Texte dazu. Gibt es eigentlich auch afrikanische Trommlerinnen? In Fellbach leitet sie Kurse im Trommeln für Anfänger und Fortgeschrittene (www.popmusic-school.de). Ihre aktuelle Kompaktscheibe: ‚Wilde Gewächse‘. Der Abend bot eine stimmige und nachdenklich machende Veranstaltung zur politischen Großwetterlage.

Dienstag dann spätabends Ausgabe Nummer 7 der AnStifterFunken im Freien Radio: Ebbe Kögel, Soziologe, Bademeister und Regionalhistoriker aus Stetten im Remstal trug einen Text mit Variationen, auf Schwäbisch, vor zum Thema der Viehjuden im Großraum Stuttgart und hatte auch die Musik ausgewählt. Den Text habe ich und schicke gerne Kopien rum, die Sendung kann wie immer als gebranntes Teil bei mir angefordert werden.