Stuttgarter Kammerorchester
Erstellt von Armin | Abgelegt unter Kritiken
Nicht zum ersten Mal spielte das mittlerweile 67 Jahre alte Kammerorchester unserer Stadt, bestehend nur aus Streichern und kleiner als ein Orchester, größer als ein Kammerensemble, im Theaterhaus auf. Unter der Leitung von Christoph Altstaedt boten sie vier zeitgenössische Kompositionen dar, Minimalismus von John Adams, Wilhelm Killmayer und Steve Reich und ein epochales Werk von Aulis Sallinen. Die so um die 600 Zuhörenden vernahmen krumme Takte, arabische Anleihen, Tango und allerhand mehr. Die anspruchsvollen Stücke wurden von den internationalen Musikerinnen virtuos und gekonnt dargeboten und zum Schluß gab es nach der Zugabe von Astor Piazzolla viel Beifall und vereinzelt Bravorufe.
Etikett/en: Klassik
African Tales
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Nun kommt der Sommer doch noch. Passend dazu das Eröffnungskonzert des Musikfests Stuttgart 2011, das von der Bach-Akademie veranstaltet wird. Ein großes Orchester bot Arrangements des Saxophonisten Daniel Schnyder dar. Es begann im Barock (Vivaldi, Händel), ging dann über zu Horace Silver, Abdullah Ibrahim und Mongo Santamaria. Das International Regions Symphony Orchestra aus Ochsenhausen (jugendliche Talente) spielte vor der fast ausverkauften großen Halle T1 im Theaterhaus auf. Alle möglichen Blasinstrumente waren dort integriert, allerdings ohne ein Saxophon. Natürlich ein großer Streichersatz und Schlagwerk. Dann nach der Pause ging es bombastisch weiter: das Epos Sundiata Keita von Schnyder für vier Afrikaner, Frauenchor und Orchester aus dem Jahre 2008 wurde aufgeführt. Zwischendurch glänzten immer wieder die improvisierenden Afrikaner mit Gesang, Djembe, Balaphon und Kora. Ein beindruckender und gelungener Abend ging nach zwei Stunden zu Ende. Das Publikum jedenfalls war hin und weg.