Tove

Mit diesem Biographie-Film wird die finnlandschwedische Künstlerin Tove Jansson geehrt. Sie ist die Schöpferin der Mumins, dieser liebenswürdigen knollennasigen Gestalten (oder Flußpferden) die von großen Zeitungen als Kinderzeicnungen abgedruckt wurden. Toves Vater war Bildhauer, sie hatten kein glückliches Verhältnis. Sie selbst malte auf Leinwand und zeichnete nebenher für Kinder, was ihr später einen gewissen Reichtum bescherte. Tove hatte eine Beziehung mit dem Abgeordneten Anskar, der Verleger einer sozialistischen Zeitung war. Aber am Meisten an ihr Herz hatte sie Vivica gelassen, die Tochter des Bürgermeisters von Helsinki. Sie war Regisseurin am schwedischen Theater in Finnland. Es macht Sinn, mal wieder die Zeichnungen der Mumins zur Hand zu nehmen. Diese Phantasiewelt besticht durch konfliktfreie und harmonische Erzählungen.

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Mein neues Büro

Photo: Martin Kemeter

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Ukraine im Freien Radio

Der Regisseur, Schauspieler und Hochschuldozent Andrej Kritenko aus der Ukraine hat lange Jahre in Stuttgart gelebt und gearbeitet und ist vor zwei Jahren leider viel zu früh verstorben. Er war mein Kollege im Theaterhaus und Studiogast in der volxmusik im Jahre 2009. Aus aktuellem Anlaß beleuchte ich die Kultur der Ukraine mit der Musikauswahl von Andrej erneut mit der Wiederholung der Sendung. Mittwoch, 2. März 2022 9 bis 11 Uhr morgens auf Antenne 99,2 Kabel 102,1 und http://www.freies-radio.de

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Frauensache

In der Tat handelt es sich hierbei um ein Theaterstück, das zur Zeit im Theaterhaus gespielt wird und in dem Männer nichts zu sagen haben. Barbara Stoll (die Stimme von arte) führte Regie beim mit sechs Frauen (drei aus dem Theaterhaus-Schauspiel-Ensemble und drei weitere Darstellerinnen als Gast) besetzten zeitgenössischen Drama zum Thema Abtreibung. Autorinnen waren Lutz Hübner und Sarah Nemitz.

Zum Stück: eine Landärztin, die Abtreibungen durchführt, sucht eine Nachfolgerin für ihre Praxis. Es kristallisiert sich eine vermeintlich progressive Ärztin heraus (Aussteigerin), die sich dann als Abtreibungs-Gegnerin erweist und auch eine etwas angestaubte völkische Grundhaltung einnimmt. Die sechs Frauen unterhalten sich in den kurzen Szenen, die beim Umbau mit neuer Marimba-Musik von Jerry Willingham (Partner von Barbara Stoll) untermalt wurde. Kostüm und Bühnenbild verantwortete mit leuchtenden, bunten Faben traditionell Gudrun Schretzmeier.

Leider wird im Stück nicht die Verantwortung der Väter von Zellklumpen und deren Stimme bedacht. Schließlich gehören zu einem Zeugungsakt immer zwei und beide Teile müssen sich ihrer Verantwortung bewußt sein. Mein Bauch gehört mir ist das Motto. Daß es die Begatter sich hier oft viel zu leicht machen, bleibt ein Dauerskandal.

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Kultur

Mich nervt es einfach: immer wieder wird von „Kunst und Kultur“ geredet. Erst zuletzt die neue Staatsministerin für Kultur und Medien Claudia Roth von Bündnis 90/Die Grünen bei der Kulturzeit in 3sat. Nun gut, der Oberbegriff von allem ist Kultur. Darunter steht dann die Kunst (bildende Kunst und Schauspiel) und nicht getrennt von Kultur daneben. Dazu gesellt sich dann die Musik, Literatur, Film, vielleicht noch Architektur und Gestaltung. Alles dies gehört zur Kultur. Also bitte in Zukunft daran denken: Kunst ist ein Teil der Kultur und steht darunter und nicht daneben. Abgesehen davon wäre es schön, wenn wir in Deutschland endlich eine Kulturministerin hätten, was wohl wegen des Föderalismus nicht geht. Da haben uns die Französinnen etwas voraus.

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