Kommentar 10.12.10

Wehrdienst

Der Zwangsdienst beim deutschen Militär ist ein Verbrechen. Er stiehlt den jungen Männern die beste Zeit ihres Lebens, früher waren dies 15 Monate, die für sinnlose Tätigkeiten herhalten mußten. Daß nun die militanteste Partei, die CSU, diese Dienstpflicht abschaffen will, ist revolutionär. Aber sie ist die einzige, die dies durchsetzen kann, da sie die Militärkonzerne hinter sich hat. In Ländern wie Griechenland und Israel erstreckt sich der Militärdienst auf 3 Jahre und hier gibt es keinen Zivildienst. Und die wegfallenden Zivistellen bei uns können endlich durch sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen ersetzt werden. Das Geld, was der Rüstungsindustrie im Land dabei abgeht, kann sofort in den Dienst der Kranken und Armen gestellt werden. Hier muß investiert werden und nicht bei den Indianerspielen unreifer Erwachsener auf den Truppenübungsplätzen. Leider wurde ja die Remilitärisierung der BRD in den 50er Jahren in der Evangelischen Akademie Bad Boll beschlossen. Daß hier die Kirche wie auch in den Kriegen eine unrühmliche Rolle gespielt hat, liegt auf der Hand. Und wenn irgendjemand auf diesem Planeten auf die Idee kommt, den Zerfetzungsbeauftragten aller Regierungen ihr Spielzeug aus der Hand zu reißen und die dadurch freiwerdenden Billionen als Sozialhilfe für die eine Milliarde hungernden Menschen einzusetzen, kann unsereins endlich beruhigt schlafen.

Etikett/en:

China

Im Reich der Mitte gibt es eine Einheitsgewerkschaft mit 200 Millionen Mitgliedern, die von den Arbeitgeberinnen finanziert wird. Diese ist allerdings nicht zur Durchsetzung der Rechte der Arbeiterinnen da, sondern kümmert sich um die Freizeitgestaltung ihrer Mitglieder. Im Land kommt es jedoch immer wieder zu Streiks und Protest gegen die schlechte Bezahlung in den Fabriken und die fehlende soziale Absicherung. Besonders die Jungen begehren hier auf, während deren Eltern all die Jahre miserable Arbeitsbedingungen ertragen haben. Bei Aufständischen in chinesischen Firmen werden Schläger bezahlt und losgeschickt, um die Sache zu lösen. Arbeiterinnen in ausländischen Fabriken haben es hier besser, sie werden von der internationalen Presse wahrgenommen. Beim Arbeitsrecht ist die chinesische Regierung aber nicht untätig und verbessert Schritt für Schritt die miserablen Arbeitsbedingungen mit neuen Gesetzen.

Etikett/en:

Irak

Offiziell gibt es in diesem islamischen Staat nur 50 AIDS-Kranke. Im Nachbarland Iran zählt mensch dagegen 20.000 mit dem HI-Virus Infizierte. Wegen der Scharia, dem islamischen Recht, gibt es also im seit 2003 von den Amerikanerinnen besetzten Irak keine Übertragung der Krankheit. Die Prostitution, Homosexualität und so weiter wird hier verleugnet. Anscheinend sind die 50 Personen auf verseuchte französische Blutkonserven zurückzuführen, die Bluterinnen im Land verabreicht wurden. Das streng schiitische AIDS-Institut in Bagdad und der Direktor des nationalen roten Halbmonds sind nicht in der Lage diese offizielle Zahl zu hinterfragen. Denn hier darf es keine Infizierung durch außerehelichen Geschlechtsverkehr geben.

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