Rudolf Petrick +

Er war ein ganz Großer. Auf der Gitarre. Der bescheidene und gutmütige Stuttgarter Rudi verstarb am 1. April 2021 mit 74 Jahren. Ich habe ihn beim 40. Geburtstag von Almut kennengelernt, deren Gesang er all die Jahre begleitet hat. Meine kurze Klavierdarbietung gefiel ihm so gut, daß er mit mir musizieren wollte. Daraus ist nie was geworden, was auch mir geschuldet war.

Er verkaufte Gitarren im Radiohaus Barth. Alle kamen um ihn dort musizieren zu hören und nicht um Instrumente zu kaufen. Auch ich ließ dort Unsummen von Geld für Jazz-Kompaktscheiben liegen.

Rudi stammte aus dem Remstal. Seine Ehe war nicht glücklich, er kümmerte sich um seinen Stiefsohn. Zum Schluß lebte er alleine mit wenigen Kontaktpersonen in einer Wohnung am Marienplatz. Er hatte einen Schlaganfall, der ihn beim Gitarre spielen erheblich behinderte. Früher konnte er auf Zuruf alles spielen, was man ihm nannte.

Er verstarb auf der Schillerhöhe und wurde dort auf dem Friedhof mit einem Armenbegräbnis beigesetzt. Er wollte dort begraben werden, das war sein letzter Wunsch. Nun steht nirgends sein Namen.

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