Indien
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Aus den 80 Millionen Ureinwohnerinnen im Land, den Adivasi, werden maostische Rebellinnen rekrutiert. Sie kämpfen mit der Waffe und einfachen Parolen für ihre Rechte. Diese Aufständischen kontrollieren mittlerweile ein Gebiet im Urwald so groß wie Österreich. Sie kämpfen gegen die Bundesregierung und die Konzerne, die die Bodenschätze ihrer Heimat plündern wollen im Wert von 100 Milliarden Euro. Die indische Regierung blieb nicht untätig und setzte Bürgerwehren dort unter Waffen, die gegen die Maoisten kämpfen. Dieser Krieg hat schon tausenden Menschen das Leben gekostet. Die Rebellinnen nehmen sich bei ihren eigenen Leuten das Recht, sich kostenlos satt zu essen, für eine Forderung, für die sie ihr Leben opfern: nicht mehr hungern zu müssen. Würden die Machthaberinnen einlenken und die Adivasi mitbestimmen lassen, wäre der Konflikt gelöst. Doch hier geht es wie überall um viel Geld und Macht, die mensch verlieren wird.
Etikett/en: Indien
Ägypten
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Seit 2 Jahren gibt es einen recht erfolgreichen gemäßigten islamischen Musikfernsehsender. Bei 4SHBAB werden keine Frauen gezeigt, Musiksendungen sollen die Jugendlichen auf den rechten Weg bringen. Frauen, die in Rockgruppen singen oder Jazz, den die Oberschicht konsumiert, finden keinen Eingang in den Sender. Selbst eine junge, ehemalige Psychiaterin, die gegen die verkrusteten patriarchalischen Strukturen ansingt, kommt dort nicht hinein. Nein, zwei Brüder aus Alexandria, ein erfolgreiches Pop-Duo, kritisieren im Sender auch Mißstände in der Gesellschaft, wie zum Beispiel die viel zu hohen Brautpreise bei Hochzeiten, die sich keiner leisten kann. Ein Viertel der ägyptischen Bevölkerung muß mit zwei Euro am Tag auskommen.
Etikett/en: Ägypten
Spielzettel 10.12.10
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Eröffnung mit Monticello vom Monty Alexander (p) Trio
Anita O’Day (voc) – Senior Blues
Meredith Monk (voc) – Morning
Jeanne Lee (voc) & Ran Blake (p) – Evil Blues
David Murray (ts) Octet – Flowers For Albert
Quincy Jones And His Orchestra – Robot Portrait
John Handy (as) – Spanish Lady
Henri Texier (b) Sonjal Septet – Entrave
Chick Webb (dr) Orchestra – Liza
Kompaktscheibe der Woche: John Handy Recorded Live At The Monterey Jazz Festival (1965) mit John Handy (as), Michael White (viol), Jerry Hahn (g), Don Thompson (b), Terry Clarke (dr)
Kommentar 10.12.10
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Wehrdienst
Der Zwangsdienst beim deutschen Militär ist ein Verbrechen. Er stiehlt den jungen Männern die beste Zeit ihres Lebens, früher waren dies 15 Monate, die für sinnlose Tätigkeiten herhalten mußten. Daß nun die militanteste Partei, die CSU, diese Dienstpflicht abschaffen will, ist revolutionär. Aber sie ist die einzige, die dies durchsetzen kann, da sie die Militärkonzerne hinter sich hat. In Ländern wie Griechenland und Israel erstreckt sich der Militärdienst auf 3 Jahre und hier gibt es keinen Zivildienst. Und die wegfallenden Zivistellen bei uns können endlich durch sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen ersetzt werden. Das Geld, was der Rüstungsindustrie im Land dabei abgeht, kann sofort in den Dienst der Kranken und Armen gestellt werden. Hier muß investiert werden und nicht bei den Indianerspielen unreifer Erwachsener auf den Truppenübungsplätzen. Leider wurde ja die Remilitärisierung der BRD in den 50er Jahren in der Evangelischen Akademie Bad Boll beschlossen. Daß hier die Kirche wie auch in den Kriegen eine unrühmliche Rolle gespielt hat, liegt auf der Hand. Und wenn irgendjemand auf diesem Planeten auf die Idee kommt, den Zerfetzungsbeauftragten aller Regierungen ihr Spielzeug aus der Hand zu reißen und die dadurch freiwerdenden Billionen als Sozialhilfe für die eine Milliarde hungernden Menschen einzusetzen, kann unsereins endlich beruhigt schlafen.
Etikett/en: Kommentar
China
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Im Reich der Mitte gibt es eine Einheitsgewerkschaft mit 200 Millionen Mitgliedern, die von den Arbeitgeberinnen finanziert wird. Diese ist allerdings nicht zur Durchsetzung der Rechte der Arbeiterinnen da, sondern kümmert sich um die Freizeitgestaltung ihrer Mitglieder. Im Land kommt es jedoch immer wieder zu Streiks und Protest gegen die schlechte Bezahlung in den Fabriken und die fehlende soziale Absicherung. Besonders die Jungen begehren hier auf, während deren Eltern all die Jahre miserable Arbeitsbedingungen ertragen haben. Bei Aufständischen in chinesischen Firmen werden Schläger bezahlt und losgeschickt, um die Sache zu lösen. Arbeiterinnen in ausländischen Fabriken haben es hier besser, sie werden von der internationalen Presse wahrgenommen. Beim Arbeitsrecht ist die chinesische Regierung aber nicht untätig und verbessert Schritt für Schritt die miserablen Arbeitsbedingungen mit neuen Gesetzen.
Etikett/en: China