Der Gott des Gemetzels
Erstellt von Armin | Abgelegt unter Kritiken
In diesem Stück fliegen wahrlich die Fetzen. Zwei Ehepaare zoffen sich in diesem Stück von Yasmina Reza bis aufs Blut. Anlaß ist die Zusammenkunft der Vier, da der eine Sohn dem anderen zwei Schneidezähne ausgeschlagen hatte. Alle sind ach so zivilisiert, die Eine schreibt ein Buch über den Völkermord im Sudan, der Andere hat einen Fall vor dem internationalen Gerichtshof. Die Andere reihert über den Francis Bacon-Katalog von 1962, der leider vergriffen ist. Dann fliegen noch die Blumen in die Luft und ein Tragbares (Telefon) wird in der Blumenvase versenkt. Ein gefundenes Fressen für alle Choleriker. Schauplatz (Bühne und Kostüm von Gudrun Schretzmeier) ist der piekfeine und supermoderne Laden eines Klohändlers, der der Vater des Täters ist. Die Uraufführung dieses Stücks fand in Zürich statt, das viel gespielte Stück wurde auch von Roman Polanski verfilmt, dies mit mäßigem Erfolg. Die Version von den vier Schauspielerinnen des Theaterhauses unter der Regie von Werner Schretzmeier ist allerdings eine Spur verschärft. Als Werbegeschenk bekommen die Zuschauerinnen Antril verabreicht, ein erfundenes Medikament, das eine tragende Rolle im Stück spielt.
Etikett/en: Theater
Kim Wilde
Erstellt von Armin | Abgelegt unter Kritiken
Die Dame hat mittlerweile 50 Jahre auf dem Buckel und ist immer noch unterwegs. Zusammen mit Bruder Ricky, dem Komponisten, Produzenten und Gitarristen und ihrer Nichte als Hintergrundsängerin trat die Engländerin Kim Wilde im nicht ganz ausverkauften Theaterhaus auf. Begleitet von Licht- und Bildspektakel durchschritt die auf dem Teppich gebliebene Sängerin ihre nun auch schon 30 Jahre andauernde Laufbahn. Gute Popmusik, ganz selten auch mit dem Hang zum Schlager. Die Musik kam nicht vom Rechner, es waren noch ein weiterer Gitarrist, ein Bassist, ein Tastenmensch und ein Schlagzeuger mit auf der Bühne. Es gab neue Stücke, aber auch alle bekannten wie Cambodia, You Came und die Kids From Amerika wurden dargeboten. Ein vergnüglicher Märzabend.
Etikett/en: Pop
Mariannas Kurzfilm (5:30 Minuten)
Erstellt von Armin | Abgelegt unter volxmusik
Ein wunderbarer Zusammenschnitt zu meiner volxmusik im Freien Radio vom 1. Oktober 2011 mit drei Parkschützerinnen, erstellt von Marianna (vielen Dank!): www.vimeo.com/magonia/parkfunk
Etikett/en: amokfisch, FRS, Stuttgart
Grohmanns Aschermittwoch
Erstellt von Armin | Abgelegt unter Tagebuch
Traditionell ist die Abrechnung des Kabarettisten Peter Grohmann mit der Politik am Aschermittwochabend im Theaterhaus, diesmal vor 300 Zuhörerinnen. Begleitet von seinem Bruder Ingo am Akkordeon, beklagte Peter die Baugrube am Bahnhof, die Nichteinmischung von Joachim Gauck vor dem Fall der Berliner Mauer. Und im Geheimen sind wir ja alle Sozialdemokraten, wählen nur nicht die SPD. Bei der Landtagswahl bekamen wir Genossen in Stuttgart ja nur 9,5 Prozent Stimmen der Wahlberechtigten, der Rest ist gegen uns. Peter war wie immer gut gelaunt und zu Scherzen aufgelegt, zwischendurch wurde auch improvisiert. Ihm merkt mensch seine mittlerweile 75 Jahre kaum an. Der wohlverdiente Ruhestand ist bei ihm, dem Anstifter der Anstifterinnen, jedenfalls noch in weiter Ferne.
Etikett/en: AnStifter
Aschermittwoch der Landes-SPD
Erstellt von Armin | Abgelegt unter Tagebuch
Zum mittlerweile vierten Mal hielt die SPD in der Heimat Claus Schmiedels in Ludwigsburg im Forum ihren Ausklang des Faschings ab. Der Saal war proppenvoll und nachdem die neue Landesgeneralsekretärin Claudia Mast (MdB aus Pforzheim) das Hickhack der Bundesregierung beim Mindestlohn kritisierte (Claudia ist arbeitspolitische Sprecherin im Bundestag unserer Fraktion), hob der neue stellvertretende Ministerpräsident und SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid an mit einer flammenden Rede gegen Schwarzgelb im Bund und Land. Dann strich er die Leistungen seiner Regierung heraus. Und es war klar: in 4 Jahren bei der nächsten Baden-Württemberg-Wahl wollen sie wieder in die Regierung, allerdings nicht grünrot sondern anders herum. Daß Nils nur kurz auf einen Zwischenruf auf Stuttgart 21 reagierte, das Thema aber komplett raushielt aus seiner Rede, war den Zuhörerinnen im Saal gerade recht. Besonders die Stuttgarter SPD hatte unter der Bahnhofsdiskussion zu leiden und tut es immer noch. Mensch merkt es vor der Oberbürgermeisterwahl im Oktober 2012. Nachdem der Musikverein Ossweil zum Empfang einblies, gab der aus diesem Ludwigsburger Stadtteil stammende Landtagsabgeordnete Schmiedel kurz noch einen Rundumschlag von sich: der Schlußapplaus für den Ruf, wieder hier zusammenzukommen im Jahr 2014, wenn die alte Bundesregierung abgewählt wurde, war nicht zu überbieten.
Etikett/en: SPD