Spielzettel 03.09.10

Eröffnung mit Monticello vom Monty Alexander (p) Trio

Milt Buckner (p) – Milt’s Boogie Woogie

Swingle Singers – Lady Madonna

Joey Baron (dr) – Wide Load

Tom Seidel (ss) – Alles wird gut

James Emery (g) Sextet – En Rapport; Across The Water; Cardinal Points; Violet Into The Blue

Vijay Iyer (p) Trio – Galong

Milt Jackson (vib) – Bean And The Boys

J.J.Johnson (tb) – Willy Chase

Donald Byrd (tp) – Mustang

Kompaktscheibe der Woche: James Emery Sextet-Luminous Cycles (2000) mit James Emery (g), Marty Ehrlich (cl,as,ss), Chris Speed (ts,cl), Drew Gress (b), Gerry Hemingway (dr), Kevin Norton (marimba,vib)

China

Das Land mit den meisten Einwohnerinnen hat den größten Kohlendioxid-Ausstoß auf dem Planeten. Allerdings ist es auch Weltmarktführer beispielsweise bei Windkraftanlagen. Genehmigungen zum Errichten dieser braucht mensch nicht, die Partei entscheidet und es wird ein Windrad auf einen Acker gestellt. In einem Omnibuswerk werden Hybridfahrzeuge hergestellt. Die Busse haben also sowohl Benzin- als auch Elektro-Antrieb. Bis 2012 sollen so in Peking 5000 Exemplare fahren. Bei öffentlichen Bauvorhaben und Großprojekten wird eine energiesparende und energieeffiziente Bauweise gefördert. Die Zentralregierung des Riesenreichs, gestellt von der Kommunistischen Partei, ist sich der Herausforderung bewußt und treibt die Entwicklung regenerativer Energieerzeugung voran. Allerdings auch bei gigantomanischen Wasserkraftwerken, bei denen Tausende zwangsumgesiedelt wurden. Nach wie vor ist aber auch das Wirtschaftswachstum des Landes dem Umweltschutz im Wege. Aber gemäß Konfuzius wird hier gegengesteuert.

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Kommentar 03.09.10

Miserable Öffentlichkeitsarbeit von Stuttgart 21

Es war höchste Zeit für dieses Thema, Danke, daß es das Medienmagazin Zapp vom NDR-Fernsehen am Mittwoch abend aufgegriffen hat. Zu Wort kamen der Stadtrat Hannes Rockenbauch, ein Werbemensch und der ehemalige Stuttgarter Zeitung-Chefreporter Josef-Otto Freundenreich, der wohl wegen seiner Enthüllungen eines Teils der Verbrechen der Landes-CDU weggelobt wurde. Nur schade, daß keine Befürworter von S 21 zu Wort kamen. Das Sprecherbüro hat gekniffen. Wie wäre es mit dem Zitat des Nachrichtenbesuchs bei Südwest 3 von OB Wolfgang Schuster (CDU) gewesen? Oder einem Gespräch mit Gerhard Mutter von der Werbeagentur „Die Crew“, die für die hohlen Großflächenplakate verantwortlich ist (diese Stuttgarter Agentur hat schon des Öfteren grüne Gehaltsempfänger eingestellt und Wahlkämpfe für die Landespartei von den Grünen verantwortet und Mutter ist außerordentlich geltungssüchtig)? Nun sind die Grünen in der letzten Umfrage gleichauf wie die SPD bei 24 % im Ländle, eben wegen des kreativen Bürgerinnenaufstands. ‚Oben bleiben‘ ist mittlerweile ein geläufiger Gruß. Und die Frage, ob das Projekt noch abwendbar ist, wird von der ehemaligen Öko-Partei wissentlich ignoriert. Die CDU ist abgetaucht und die SPD leidet unter dem S 21-Sprecher Wolfgang Drexler. Es bleibt spannend, im März 2011 ist Landtagswahl.

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Spielzettel 27.08.10

Eröffnungsklingeln mit Monticello vom Monty Alexander (p) Trio

Henri Texier (b) Strada Sextet – Old Delhi

Dave Douglas (tp) Tiny Bell Trio – The Gig

Nils Petter Molvaer (tp) – Exit

United Jazz + Rock Ensemble – Double Bind

Jamaaladeen Tacuma (e-b) – A Time A Place

Fats Waller (p) – Black Raspberry Jam

Michel Petrucciani (p) – Medley Of My Favorite Songs

Kompaktscheibe der Woche: ‚Au Theatre des Champs Elysees‘ (1995) von Michel Petrucciani (p)

Kommentar 27.08.10

Sicherungsverwahrung

Im gegenwärtigen Sommerloch ist dies ein dankbares Thema für die Massenmedien, mit denen sie Auflage und Einschaltquote erzielen können und im Gespräch bleiben, während die sogenannte Regierung im Urlaub weilt. „Wegsperren für immer!“ war seinerzeit die Reaktion von Bundeskanzler Schröder auf eine erneute Hetzkampagne des Drecksblattes mit den großen Buchstaben. Sexualmörder bringen pro Jahr in Deutschland 8 bis 10 Kinder um. Sie sind normale Menschen aus der Mitte der Gesellschaft und keine Monster. Allerdings sind ihre Taten unerklärlich. Für diese Handvoll Menschen kann man sicherlich Lösungen finden, um weitere Greueltaten zu verhindern. Für hoffnungslose Fälle bietet sich der lebenslängliche Aufenthalt in einer forensischen Psychiatrie an. So kann man durchaus die Kinder der aufgebrachten Bevölkerung schützen und diese wird nicht dazu genötigt, Straftäter nach deren Entlassung durch Mobbing vom eigenen Wohnort zu vertreiben. Daß bei der ganzen hitzigen Diskussion Kleinstraftäter wie bespielsweise Diebe nach Absitzen ihrer Strafe in Sicherungsverwahrung verbleiben, muß allerdings auch nicht sein. Die paar Dutzend Schwerverbrecher, die eigentlich im Brennpunkt stehen sollten, kann man allerdings sicher irgendwie vor einer Straftat an unseren Kinderen schützen, indem man auch ihre Menschenrechte achtet. Da ist das Rauschen im Blätterwald am Kiosk denkbar ungeeignet zur Problemlösung.

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